Facebook Basics für KMU, Teil I: Vor dem Posting, Folge 3

Augen auf bei der optischen Gestaltung Ihrer Unternehmensseite

Nachdem in den ersten beiden Folgen unserer Beitragsreihe die Notwendigkeit von langfristiger Strategie und optimaler Adressgestaltung erörtert wurde, beschäftigen wir uns in dieser Folge mit den Basics eines möglichst werbewirksamen Erscheinungsbildes Ihrer Facebook-Fansite und was bei deren visueller Konzeption wichtig ist.

Für Facebook gilt es noch mehr als für andere Portale: Innerhalb von Sekunden entscheidet der Betrachter, ob ihn eine Seite anspricht und er Fan werden möchte. Umso wichtiger ist es, von Anfang an alle grafischen Elemente gut aufeinander abzustimmen, denn auch hier kann man besonders in der Anfangsphase erheblich an Fahrtwind verlieren, wenn man sein Design unnötig oft nachträglich anpassen muss.

Der Administrationsbereich als Schaltzentrale

Ganz rechts oben auf Ihrer Facebook-Seite lässt sich über eine Schaltfläche der Administrationsbereich zu- und wegschalten. Er zeigt die neuesten Benachrichtigungen über Interaktionen von Fans mit der Seite an, den Eingang von direkten Nachrichten an Ihr Unternehmen, die letzten Gefällt-mir-Angaben und einen vereinfachten Statistik-Graphen, der den Traffic auf Ihrer Fanseite und deren Reichweite anzeigt. Auf die Funktionen des Administrationsbereichs werden wir in einem späteren Beitrag noch ausführlicher eingehen.

Entscheidend für die optische Gestaltung der Seite ist das Dropdown-Menü in der obersten Zeile namens „Verwalten“. Per Klick gelangt man hier auf „Seite bearbeiten“.

Corporate Design ist das Maß aller Dinge

Bei der Gestaltung Ihrer Seite sollte Ihr individuelles Corporate Design – also das definierte Erscheinungsbild Ihres Unternehmens – immer maßgeblich sein. Wählen Sie also die einzelnen Elemente Ihrer Seite (z. B. Cover-Bild, Profil-Bild, Fotos) so, dass Sie in Schrifttyp, Farbgebung und grafischer Gestaltung auch wirklich dem gängigen Erscheinungsbild Ihres Unternehmens entsprechen.

Das Cover-Bild als imagebildende „Überschrift“

Seit der Einführung der Chronikansicht dient das breitformatige, sich über die ganze Seite erstreckende Cover-Foto als erster und entscheidender optischer Blickfang einer Facebook-Unternehmensseite. Es sollte bestmöglich Ausrichtung und Charakteristik des Unternehmens spiegeln.

Das kann etwa ein ansprechendes Foto Ihres Arbeitsalltages sein oder Ihre Kunden bei der Verwendung Ihrer Produkte zeigen. Auch ein werberisch gestalterisches Plakat ist hier möglich und macht Eindruck. Allerdings darf das Cover-Foto keine Preis- oder Kaufinformationen, Aufforderungen zum Kauf, Rabattinformationen, Kontaktinformationen oder facebook-interne Handlungsaufrufe wie etwa „Like us“ o. ä. enthalten.

Cover-Bilder müssen mindestens 399 Pixel breit sein. Die optimale, jedem zu empfehlende Größe ist 850 x 315 Pixel. Da Facebook die Bilder grundsätzlich stark komprimiert, sollte das großflächige Cover-Foto möglichst keine Grafik enthalten, sondern eher Fotos, bei denen die Komprimierung optisch weniger auffällt.

Das Profil-Bild ist Ihr „Fingerabdruck“ bei Facebook

Am linken unteren Rand des Cover-Bildes ist das Profil-Bild verankert. Dieses Bild taucht bei jedem Ihrer Kommentare, Likes oder Nachrichten auf, die sie mit Ihrer Firmenidentität auf Facebook generieren. Das bedeutet, dass jenseits Ihrer Seite das Profil-Bild quasi das Gesicht Ihres Unternehmens ist. Deswegen sollte es nach Möglichkeit Ihr Logo enthalten und für die Größe entsprechend zugeschnitten bzw. optimiert sein. Das Profil-Bild hat immer eine Größe von 180×180 Pixel.

Facebook-Anwendungen gestalterisch nutzen

Unmittelbar unter Ihrem Cover-Bild reihen sich die auf Ihrer Seite aktivierten Anwendungen hintereinander. Das sind neben Ihren Kontaktinformationen standardmäßig die Anwendungen „Fotos“, „Videos“, Ihr Standort auf einer Umgebungskarte (der nur aktiv ist, wenn Sie Ihre Adresse in den allgemeinen Informationen definiert haben), die Anzahl der „Gefällt mir“-Angaben (also Ihrer Fans) und Ihr Veranstaltungskalender. Durch Ziehen der einzelnen Anwendungen auf andere Positionen entsteht in den angewählten Fenstern ein Drop-Down-Menü, mit dem sich die Positionen der Anwendungen in der Anordnung miteinander tauschen lassen.

Da das Auge immer von links nach rechts liest, empfiehlt sich hier, die wichtigsten Anwendungen weiter links zu platzieren. Anwendungen lassen sich beliebig aneinander reihen, allerdings sind in der Grundansicht nur vier davon zu sehen. Die weiteren Anwendungen werden erst nach Klick auf den Pfeil am rechten Rand sichtbar. Hier sollte man deswegen priorisieren, welche vier Anwendungen die wichtigsten sind und sie entsprechend platzieren.

Titelbilder festlegen

Bei der Foto-Anwendung kann man das angezeigte Album und damit auch das bei „Fotos“ angezeigte Bild wählen und so auf das Erscheinungsbild der Anwendungen-Leiste optisch Einfluss nehmen. Hierzu verschiebt man einfach das Album, das das anzuzeigende Bild enthält, ganz nach links. In diesem Album verschiebt man dann wiederum das favorisierte Bild ganz nach links, so dass es zum Titelbild des jeweiligen Albums wird.

Dieses Verfahren funktioniert bei der „Video“-Anwendung leider momentan noch nicht. Hier kann man lediglich für die Videos im Bearbeitungsmodus eines von 10 vorgeschlagenen Standbildern (Miniaturbilder) auswählen, die dann im Playerfenster als Vorschau angezeigt wird.

Meilensteine erzählen Ihre Geschichte

Als letzte Maßnahme vor Ihrem eigentlichen ersten Posting sollten Sie als Unternehmen von der Möglichkeit Gebrauch machen, die Meilensteine Ihres Unternehmens mit Datum und nach Möglichkeit mit einem Bild illustriert in die Chronik einzubinden. Obligatorisch ist hier sicher der Gründungszeitpunkt, weitere Daten könnten die Einführung neuer Produkte oder die Eröffnung von Zweigstellen sein. Sinn macht hier alles, was im Sinne einer Zeitleiste eine unterhaltsame Geschichte zu Ihrem Unternehmen erzählen kann.

An diesem Punkt haben Sie alle erforderlichen Voraussetzungen geschaffen, um Ihre Facebook-Seite in Betrieb zu nehmen. astramedia wünscht Ihnen dabei viel Spaß und gutes Gelingen.

Im nächsten Teil dieser Beitragsreihe beschäftigen wir uns mit der Kunst des Postings. Welche Frequenz, zu welchen Zeiten und vor allem, welche Inhalte versprechen eine hohe Response-Rate.

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